Kinderbetreuung durch Senioren

Kinderbetreuung durch Senioren
Kinderbetreuung durch Senioren

Das Projekt „Senioren betreuen Kleinkinder“ entstand in Friedrichshafen vor fast sechs Jahren und ist im „Familientreff Insel“ angegliedert.
Schirmherr ist unser ehemaliger Oberbürgermeister, Herr Josef Büchelmeier.
Die Idee ist einerseits, die Familie zu entlasten und andererseits eine sinnvolle Aufgabe für ältere Menschen zu bieten. Allerdings hebt sich das Projekt deutlich von einem Babysitterdienst ab, der ausschließlich abends stattfindet, wenn das Kind schläft. Es geht bei diesem Projekt vor allem um eine verlässliche Beziehung, die aufgebaut wird zwischen der Oma/dem Opa und dem Kleinkind. Deshalb treffen sich das Kind und der ältere Mensch tagsüber. Der abendliche „Einsatz“ als Babysitter kann zusätzlich erfolgen in Absprache mit den Bedürfnissen der Familien.

Die Erfahrungen, die wir hier mit dem Projekt machen, sind ausgesprochen gut. Es entstanden beglückende Beziehungen zwischen den Omas/Opas und den Kindern und auch zwischen den Omas/Opas und den Eltern der Kinder.

Preisverleihung "Ein Schild für die Familie" 2008
Preisverleihung „Ein Schild für die Familie“ 2008

Für den älteren Menschen ist es eine bereichernde Erfahrung, die Welt des Kindes, seine Offenheit und Freude zu erleben und mit ihm zusammen die kleinen Dinge des Lebens und die Welt wieder neu zu entdecken.

Für das Kind ist es wertvoll, einen Menschen zu haben, zu dem es „Oma“ sagen kann oder „Opa“, zumal die eigenen Großeltern oft weit weg wohnen. Und dieser Mensch ist jemand, der Zeit hat für das Kind und viel Ruhe und der sich ganz auf das Kind einstellen kann. Es ist auch jemand, der sozusagen „generationenübergreifend“ eine Brücke baut zwischen zwei Generationen und dem Kind wertvolle Erfahrungen weitergeben kann.
So entstehen wirklich familiäre Bindungen und die meisten Omas/Opas empfinden ihr Leihenkelchen wie ein eigenes Enkelkind. Die Oma/der Opa gehören häufig fast schon zur Familie, werden zu Kindergeburtstagen eingeladen und im Krankenhaus besucht, wenn sie krank sind. Manchmal entsteht auch ein Austausch von Talenten, wenn zum Beispiel die Eltern des Kleinkindes der Oma auf ihre Weise helfen können, etwa bei Computerproblemen. Auch das gibt es immer wieder!
Die Leihomas/Opas treffen sich auch von Zeit zu Zeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch bei Ausflügen oder beim Kaffeetrinken.
Das Projekt wird in der Bevölkerung sehr angenommen und die Rückmeldungen über „geglückte Beziehungen“ sind immer wieder berührend und motivierend für alle, die sich im Projekt engagieren.

Projektleiterin Helmi Fauth,
Kontakt unter: leih-omas-opas@familientreff-insel.de